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    29.09.2018

    WE'LL COME UNITED Schleswig-Holstein nimmt an Groß-Demo in Hamburg teil

    Gemeinsame Anfahrt von Kiel mit der Regionalbahn, Treffen am Samstag, den 29.09.2018, um 9:30 im Hauptbahnhof an den Fahrkartenautomaten.

     

    Am Samstag, den 29. September 2018, findet in Hamburg die Demonstration "We'll Come United" statt. Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. unterstützt den Aufruf zu der Demonstration gemeinsam mit allen anderen Flüchtlingsräten. Wir hoffen, dass sich auch viele andere Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen aus Schleswig-Holstein an der Demonstration beteiligen.


    Wer will mit?
    Von Kiel aus werden wir gemeinsam mit dem Zug anreisen. Um den privaten Kauf von Schleswig-Holstein-Tickets besser zu organisieren, treffen wir uns schon um 09:30 Uhr am Hauptbahnhof in Kiel. Nach Hamburg fahren um 10:02 Uhr und 10:27 Uhr Züge. In Hamburg beginnt die antirassistische Parade um 12 Uhr auf dem Rathausmarkt.
    Die Reisekosten für jede*n Mitfahrer*in betragen 8,20 € in Gruppen von je 5 Personen.

    Personen, die räumlichen Beschränkungen (Residenzpflicht) unterliegen, bedenken bitte, dass sie die Reise nach Hamburg auf eigenes Risiko unternehmen.


    Allenthalben werden die Zeiten rauer. Auch im schleswig-holsteinischen Landtag sitzen inzwischen nicht nur Demokrat*innen. Politik und Behörden setzen gegenüber Geflüchteten immer weniger auf Willkommens-, denn auf eine Art Verabschiedungskultur. Langfristige Lagerpflicht gilt längst den meisten Asylsuchenden. Um Ausreisepflichtige außer Landes zu bekommen, werden betroffene Menschen zur vermeintlich freiwilligen Ausreise überredet. Auch die Zahlen zwangsweiser Abschiebungen steigen. Ein Abschiebungsgefängnis ist in Planung. Andere werden mit Arbeitsverboten in ihren Integrationsbemühungen behindert, erhalten keine Beschäftigungserlaubnisse oder werden mit Leistungskürzungen unter dem Existenzminimum drangsaliert. Bundesweit geraten zunehmend auch Anwält*innen, Kirchengemeinden und andere Unterstützende ins Fadenkreuz populistischer Anfeindungen.  

    Gegen Stimmungsmache von Teilen der Politik und Gesellschaft haben sich selbstorganisierte Gruppen von Geflüchteten und Unterstützer*innen zusammengefunden. Sie setzen ein gemeinsames Zeichen gegen Rassismus und gegen eine Politik ausschließlicher Fixierung auf die Externalisierung von Schutzsuchenden.

    Der Aufruf der Initiatoren von „We’ll Come United“ steht im Internet: https://www.welcome-united.org/de/aufruf/

    Nachfragen bitte an public(at)frsh.de oder telefonisch unter 0431 55685360.

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