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    03.08.2019

    HÀWAR - Film und Gespräch

    zur Verfolgung von Jesidinnen im Irak und der Aufnahme in Schleswig-Holstein

    Der Abend beginnt mit einer 30-minütigen Filmvorführung. Im Anschluss wird über die Arbeit mit geflohenen Jesidinnen in Breklum berichtet. Betroffene Frauen und hauptamtliche Unterstützerinnen aus Breklum werden anwesend sein. Das Gespräch wird gedolmetscht.

    Am 3. August 2019 um 16 Uhr

    Traum Kino in Kiel, Grasweg 19

    Eintritt ist frei.

    Am 3. August jährt sich der Angriff des sogenannten Islamischen Staats auf die jesidischen Gebiete im Nordirak zum fünften Mal. Nachdem die Angriffe des IS durch kurdische Bodentruppen und die US-geführten Luftangriffe zurückgeschlagen wurden, ist nach und nach das volle Ausmaß von Mord und Verwüstung deutlicher geworden: ganze Dörfer sind zerstört und entvölkert, hunderttausende Menschen leben unter erbärmlichsten Bedingungen in riesigen Flüchtlingslagern. Insbesondere die sexuelle Gewalt, das Verschleppen und Versklaven von jesidischen Frauen ist der Welt durch die Berichte der Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad u.a. in Erinnerung geblieben. Das Bundesland Baden-Württemberg stellte ein mit 95 Millionen € ausgestattetes Landesaufnahmeprogramm auf die
    Beine. Aufnahmekriterien waren ein seinerzeitiger Aufenthalt im Gebiet der Region Kurdistan-Irak und Opfer traumatisierender Gewalt im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt in Syrien und im Irak zu sein. Mehrere betroffene Frauen aus diesem Aufnahmeprogramm sind im schleswig-holsteinischen Breklum untergekommen.

    Im Rahmen der Veranstaltung anlässlich des fünften Jahrestags des Genozids soll zum einen ein Blick zurück auf die Situation 2014 geworfen werden. Zum anderen wird über das Leben der jesidischen Frauen und ihrer Unterstützer*innen in Breklum berichtet. Ziel der Veranstaltung ist es, damit sowohl über die Verhältnisse im Nahen Osten aufzuklären als auch Erkenntnisse für kommende Landesaufnahmeprogramme, wie bspw. das aktuelle des Landes Schleswig-Holstein, zu gewinnen.

     

    Zum Film:

    HÁWAR erzählt von der Reise der Jesidin Düzen Tekkal und ihrem Vater Seyhmus zurück zu ihren Wurzeln. Die Journalistin, die mit ihrer Familie ein glückliches Leben in Deutschland führt, reist zum zum ersten Mal zum Ursprung ihres Glaubens, in die jesidischen Siedlungsgebiete in den Nordirak. Dorthin, wo die Terrormiliz des islamischen Staats unfassbare Gräueltaten verübt. Die Bilder und Propaganda Videos der Täter kennt die ganze Welt. Dieser Dokumentarfilm zeigt  die andere Seite, die noch nicht erzählt wurde: Der Genozid an den Jesiden. Der Film wird gezeigt mit freundlicher Unterstützung der Hilfsorganisation Hawar.help

     

       

    und das Fachgremium für geflüchtete Frauen und Kinder

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