• Artikel

    04.09.2017

    Flüchtlingsrat begrüßt die Entscheidung der Härtefallkommission

    Die Härtefallkommission Schleswig-Holstein (HFK) hat am 4. September zur Abschiebung der Familie C. aus Kirchbarkau beraten und formuliert deutliche Kritik an der Plöner Verwaltungspraxis. Der Flüchtlingsrat begrüßt die HFK-Forderung nach Rückholung der Familie.

    Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V. begrüßt die heutige Initiates file downloadStellungnahme der Opens internal link in current windowHärtefallkommission zum Fall der sechsköpfigen albanischen Familie C. aus Kirchbarkau. Diese wurde am 15. August abgeschoben, nachdem sie am späten Vorabend von der Polizei aus ihrer Wohnung abgeholt worden war (siehe unsere Opens external link in new windowPE v. 16.8.2017). Die Abschiebung fand trotz eingelegter Anrufung bei der Härtefallkommission statt. Sie wurde von der Ausländerbehörde Plön vollstreckt, obwohl diese zu der noch ausstehenden HFK-Entscheidung frühzeitig in Kenntnis gesetzt worden war. Der Flüchtlingsrat begrüßt die Ankündigung des Innenministeriums, die Ausländerbehörde bei der Rückholung der Familie nachhaltig zu unterstützen.

    „Nun ist es dringend notwendig, die Abläufe und Entscheidungen aufzuarbeiten, die rechtsfehlerhaft die umfangreichen Integrationsleistungen der Familie C. nicht gewürdigt haben“, sagt Martin Link, Geschäftsführer des Flüchtlingsrats Schleswig-Holstein. „Eine für die Familie und ihre Unterstützerkreise sicherlich schwer belastende Situation hätte vermieden werden können und darf sich keinesfalls wiederholen.“

    Die Härtefallkommission hob heute ausdrücklich die erheblichen Integrationsleistungen der Familie hervor.

    Pressekontakt: Jasmin Azazmah, public(at)frsh.de, www.frsh.de, T. 0431 55685360

Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. Copyright 2015 - 2020