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    20.11.2018

    Flucht aus dem Maghreb – Asyl in Deutschland

    Wer flieht aus dem Maghreb? Warum drängen deutsche Behörden auf Schnellabschiebungen papierloser Maghrebiner*innen?

    Seit den 1960er Jahre leben in Deutschland - in Fluktuation - nur wenige Tausend papierlose Maghrebiner*innen. Früher wurden neuankommende Papierlose aus dem Maghreb über formale Arbeitsverhältnisse integriert und legalisiert. In Spanien wird derzeit die Legalisierung eines Teils der dortigen 200.000 papierlosen Marokkaner*innen diskutiert. Einen anderen Kurs betreiben seit mehreren Jahren die deutschen Behörden: Sie haben den Verfolgungsdruck auf die zirkulierende maghrebinische Armut erhöht und zielen mit der versuchten Einstufung Tunesiens, Algeriens und Marokkos als „Sichere Drittstaaten“ auf Schnellabschiebungen. Die „Sichere Drittstaatenregelung“ würde das Asylrecht für Maghrebiner*innen einschränken. Vor diesem Hintergrund soll daher auch die Menschenrechtssituation und die politische Verfolgung in den genannten Maghrebstaaten beleuchtet werden.

    Helmut Dietrich ist Sozialwissenschaftler und hat an Universitäten in Spanien, Tunesien und Algerien gelehrt. Er ist ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung und Mitbegründer und Mitarbeiter der Forschungsgesellschaft Flucht und Migration. In den letzten drei Jahren hat er von Marokko aus ein internationales Forschungsprojekt koordiniert.

     

    Dienstag, den 20. November 2018, 18:30 Uhr

    Offener Kanal Kiel, Hamburger Chaussee 36, Kiel

    (20 Geh-Minuten vom Kieler Hauptbahnhof, Bushaltestelle „Krusenrotter Weg“)

     

    Um Anmeldung wird gebeten unter projekt(at)frsh.de

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